Unsere Satzung

Satzung

des
 
gemeinnützigen Mawida e.V.

Stand 18.02.2022


Präambel

Der Verein versteht sich als Netzwerk für Initiativen und Projekte, die sich dem Guten Leben für alle im Sinne indigener Bewegungen (Buen Vivir oder Sumak Kawsay) verschrieben haben und globale Gerechtigkeit und Solidarität anstreben. Der Verein wird gegründet, um einen Bewusstseinswandel hin zu einer ganzheitlichen Lebensweise im Einklang mit der Natur zu fördern. Ein Fokus ist dabei der Schutz, Erhalt und Regeneration natürlicher Lebensräume und Ökosysteme, um Lösungen auf drängende gesellschaftliche Probleme, wie Klimawandel, sowie Biodiversitätsverlust zu fördern. Darüber hinaus will der Verein mit seiner Bildungs- und Informationstätigkeit einen Bewusstseinswandel hin zu einer ganzheitlichen, regenerativen Lebensweise im Rahmen planetarer Grenzen und den Aufbau von intentionalen Gemeinschaften im Einklang mit der Natur fördern und mit seinen Projekten reale Erfahrungsräume schaffen. Die Durchführung von zukunftsweisenden Modellvorhaben und -projekten im Sinne der Nachhaltigkeit und Regeneration, fokussiert sich auf die schonende Nutzung natürlicher Ressourcen, um den nächsten sieben Generationen eine lebenswerte Erde zu hinterlass

§1 Name und Sitz

  1. Der Verein trägt den Namen Mawida e.V.
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Berlin und soll in das Vereinsregister im Amtsgericht Charlottenburg eingetragen werden. 
  3. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.


§2 Vereinszweck

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Zweck des Vereins ist 

  1. Die Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und der Naturschutzgesetze der Länder, des Umweltschutzes, einschließlich des Klimaschutzes, des Küstenschutzes und des Hochwasserschutzes.
  2. Die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung, sowie Kunst und Kultur, einschließlich der Studentenhilfe im In- und Ausland, sowie der Beitrag zur Völkerverständigung und die Förderung der Entwicklungszusammenarbeit und von bürgerschaftlichem Engagement für nachhaltige Entwicklung.
  3. Die Beschaffung von Mitteln zur Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes und der Naturschutzgesetze der Länder sowie zur Förderung der Entwicklungszusammenarbeit.
  4. Förderung von Wissenschaft und Forschung zu nachhaltigen Lebensweisen.


Die Zwecke werden insbesondere verwirklicht durch:

  1. Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege durch 


  1. den Kauf und Erhalt von natürlichen Lebensräumen zu Renaturierungs- und zu Schutzzwecken durch den Aufbau von neuen Naturschutzgebieten und Nationalparks an biologischen Hotspots;
  2. durch Wasserschutz in Form von standortgerechten Waldökosystemen soll die Grundwasserneubildung erhöht und die öffentlich zugängliche Trinkwasserqualität nachhaltig gesichert werden.
  3. durch die Durchführung und Förderung von Renaturierungsmaßnahmen und Förderung zu schützender Gebiete im In- und Ausland. Diese Maßnahmen müssen der dauerhaften Erhaltung von Naturräumen gewidmet sein, um einen ungestörten Lebensraum für Flora, Fauna und Pilze zu schaffen und dabei soweit es geht aus der menschlichen Nutzung herausgenommen werden sollen. Der Verein unterscheidet zwischen unberührten Urwäldern und naturnahen Gebieten im In- und Ausland, die einen Regenerationsprozess benötigen. Der Verein strebt eine möglichst integrierte Nutzung dieser Naturschutzgebiete an, z.B. durch Permakultur-Design, Anwendung geeigneter Technologien, nachhaltige Bewirtschaftung, in Form von Ökotourismus Projekten, ökologisch integrierter Forstwirtschaft und Bildung. Es wird der Erhalt und die Regeneration der Biodiversität angestrebt, um natürliche Ökosystemfunktionen für zukünftige Generationen zu erhalten. 


(2) Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung durch

  1. Ganzheitliche Informations- und Öffentlichkeits-, Netzwerk- und Bildungsarbeit zur Unterstützung des Schutzes der Natur und der natürlichen Lebensräume; Umweltbildung und Bewusstseinsbildung für notwendige Schutzmaßnahmen in allen Kreisen der Bevölkerung zum Thema Renaturierung, Regeneration und dem “Buen Vivir” und der Gemeinwohlökonomie
  2. Die Finanzierung und Initiierung von Bildungsprojekten und -einrichtungen mit innovativer Pädagogik, zu einer Synthese von Wissen und Naturschutz, die einen Ansatz für ein gutes Lebens für die nächsten Generationen bieten, sowie zur Förderung von sozial-ökologischer Bildung und Förderung in der freien Natur, wobei die ganzheitliche Erfahrung der Natur im Vordergrund steht.
  3. Bereitstellen von Informationsmaterial zum Zweck des Vereins für Bildungseinrichtungen und -projekte. 
  4. Internationale Kunst und Kulturprojekte, die Nachhaltigkeit aus verschiedenen Perspektiven beleuchten, sowie einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ökosystemen für die Allgemeinheit zugänglich zu machen und nahe zu bringen sowie kinder- und jugendgerecht aufzubereiten.


(3) Beschaffung von Mitteln zur Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege durch

  1. die Weitergabe von Mitteln an andere (nationale oder internationale) gemeinnützige Organisationen, deren Satzungszweck die Förderung des Naturschutzes und/oder die Förderung der Entwicklungszusammenarbeit ist, insbesondere dabei an die Partnerorganisation “Fundacion Cuidemos Paraisos” in Palguin, Chile. 
  2. Schutz und Erhalt der Lebensräume indigener Gruppen in Chile und weltweit


(4) Förderung von Wissenschaft und Forschung

  1. durch wissenschaftlichen Austausch im Bereich nachhaltiger und energieeffizienter Planungs- , Bau- und Lebensweisen
  2. Durch Seminare, Workshops und Camps im Bereich Entwicklung von nachhaltigen und umweltschonender Konzepte und Lebensweisen 
  3. durch Bereitstellung von Praxiserfahrung (Open Source) und Daten zur praktischen Umsetzung lokaler Lösungen für zirkuläre und natürliche Bau- und Lebensweisen 
  4. durch die praktische Umsetzung von ökologischen Bauweisen unter Verwendung von lokalen, recycelten und natürlichen Baustoffen (Lehm, Stroh, Hanf, Sand, Glas, etc.) mit anschließender Evaluation und Veröffentlichung der Ergebnisse 


§3 Gemeinnützigkeit


  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung. Er ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  2. Der Verein ist parteipolitisch und konfessionell neutral.
  3. Die Mittel des Vereins dürfen nur für seine satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder dürfen keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten.
  4. Der Verein darf im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten Anstellungsverhältnisse begründen. 
  5. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergünstigungen begünstigt werden.
  6. Im Fall der Auflösung des Vereins erhalten die Mitglieder keine Anteile am Vereinsvermögen. 


§4 Mitgliedschaft

Jede natürliche und juristische Person, die die Vereinsziele unterstützt – gleich welcher Religion oder Herkunft – kann Mitglied in dem Verein werden.

Der Verein besteht aus ordentlichen Mitgliedern und Fördermitgliedern.

  1. Nur natürliche Personen können ordentliche Mitglieder werden, diese sind die direkt im Verein mitwirkenden Mitglieder und in der Mitgliederversammlung stimmberechtigt.
  2. Fördermitglieder beteiligen sich nicht direkt am Vereinsleben, sie unterstützen den Verein jedoch finanziell bei seiner Zielverfolgung. Ein Stimmrecht steht den Fördermitgliedern in der Mitgliederversammlung nicht zu. Fördermitglieder sind sonstige Institutionen oder Personen, die am Zweck des Vereins interessiert sind und deren eigener Zweck nicht im Widerspruch zu den Zielen des Vereins steht. Fördernde Mitglieder des Vereins können sowohl natürliche, als auch juristische Personen sein. 


Unter anderem können dies sein: 

  • Kooperativ verbundene Vereine oder Verbände
  • Natürliche oder juristische Personen mit einem Interesse am Guten Leben für Alle
  • Gemeinnützige Organisationen und Unternehmen, die sich diesem Ziel verschrieben haben
  • Behörden, Stiftungen, Förderer, Vereinigungen

3. Minderjährige können Mitglied im Verein werden. Sie bedürfen für eine Vereinsmitgliedschaft der Unterschrift eines gesetzlichen Vertreters. 

4. Der Antrag auf Ummeldung der Mitgliedschaft z. B. von Fördermitgliedschaft zu ordentlicher Mitgliedschaft muss spätestens zwei Monate vor Ende des Geschäftsjahres bei dem Vorstand schriftlich beantragt werden. Die Ummeldung der Mitgliedschaft wird durch Konsentprinzip in der Mitgliederversammlung angenommen.



§ 5 Beginn / Ende der Mitgliedschaft


  1. Die Mitgliedschaft muss gegenüber dem Vorstand schriftlich beantragt werden. Dieses kann per Post oder Email geschehen. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand.
  2. Die Aufnahme ist dann gültig, wenn:
  • der schriftliche Antrag angenommen und durch Brief oder Email bestätigt wurde;
  • der Mitgliedsbeitrag auf dem Vereinskonto verbucht wurde.
  1. Die Mitgliedschaft endet durch freiwilligen Austritt, Ausschluss oder Tod des Mitgliedes.
  2. Der freiwillige Austritt kann jederzeit zum Ende des jeweiligen Monats durch eine schriftliche Erklärung (Brief, Email) gegenüber dem Vorstand erfolgen.
  3. Der Ausschluss eines Mitglieds mit sofortiger Wirkung kann ausgesprochen werden, wenn das Mitglied in grobem Maße gegen die Satzung, den Satzungszweck oder die Vereinsinteressen verstößt. Über den Ausschluss eines Mitgliedes entscheidet der Vorstand nach Konsentprinzip. Dem Mitglied ist unter Fristsetzung von zwei Wochen Gelegenheit zu geben, sich vor dem Vereinsausschluss zu erhobenen Vorwürfen zu äußern.
  4. Bei Beendigung der Mitgliedschaft, gleich aus welchem Grund, erlöschen alle Ansprüche aus dem Mitgliedsverhältnis. Eine Rückgewähr von Beiträgen, Spenden oder sonstigen Unterstützungsleistungen ist grundsätzlich ausgeschlossen. Der Anspruch des Vereins auf rückständige Beitragsforderungen bleibt hiervon unberührt.


§ 6 Mitgliedsbeiträge

Die Höhe der Mitgliedsbeiträge wird durch die Mitgliederversammlung festgesetzt. Für die Höhe und die Zahlungsweise der jährlichen Mitgliedsbeiträge ist die jeweils gültige Beitragsverordnung maßgebend. 

§ 7 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind

1. die Mitgliederversammlung,

2. der Vorstand.

§ 8 Mitgliederversammlung

  • Mindestens einmal jährlich hat eine Mitgliederversammlung stattzufinden, die Mitgliederversammlung kann entweder real oder virtuell erfolgen. 
  • Der Vorstandsvorsitzende beruft durch gewöhnlichen Brief oder E-Mail unter Einhaltung einer Frist von 30 Tagen zu einer ordentlichen und mit einer Frist von 10 Tagen zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, unter Angabe der Tagesordnung, eine  Mitgliederversammlung ein. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied dem Verein schriftlich bekannt gegebene Adresse gerichtet ist. Die Einberufung ist an die letzte von dem Mitglied dem Verein bekannt gegebene Adresse (Postanschrift, Email-Adresse) zu richten. Sie muss Zeit und Ort der Versammlung angeben.
  • Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die in Mitgliederversammlungen gestellt werden, beschließt die Mitgliederversammlung. Anträge zur Tagesordnung sind mindestens 1 Woche vor der Mitgliederversammlung schriftlich an den Vorstand zu stellen. Die Ergänzung ist zu Beginn der Versammlung bekannt zu geben. Die Tagesordnung kann weiterhin durch Konsentprinzip mit Spannungen der Mitgliederversammlung in der Sitzung ergänzt oder geändert werden.


Die Mitgliederversammlung ist insbesondere für folgende Angelegenheiten zuständig:

  1. Wahl, Abberufung und Entlastung des Vorstandes;
  2. Satzungsänderung und über die Vereinsauflösung;
  3. Beschlussfassung zur Umwandlung von Fördermitgliedschaften in ordentliche Mitgliedschaften;
  4. Beschlussfassung über den Jahresbericht des Vorstandes;
  5. Beschlussfassung über den Haushaltsplan und die Entgegennahme des Jahres- bzw. Geschäftsberichts;
  6. Feststellung der Mitgliederbeiträge und Umlagen;
  7. Weitere Aufgaben, soweit sich diese aus der Satzung oder nach dem Gesetz ergeben.
  8. Beschlüsse in der Mitgliederversammlung sind angelehnt an die Soziokratie im soziokratischen Konsentprinzip zu treffen. Es sind dabei alle Einwände der erschienenen ordentlichen und stimmberechtigten Mitglieder zu erfassen. Der Konsent regiert die Beschlussfassung, das bedeutet: Wenn keiner einen schwerwiegenden Einwand (Veto) zu einem Vorschlag hat, gilt der Vorschlag als umsetzungsfähig. Wenn die Entscheidung sich in der Praxis nicht bewährt, kann jemand einen schwerwiegenden Einwand liefern und so seinen Konsent wieder zurückzuziehen. Die Artikulation von Gegenargumenten und alternativen Vorschlägen wird gefördert, dabei zählt bei jeder Entscheidung das Argument, nicht die Mehrheit. Davon ausgenommen ist die Vorstandswahl, diese wird nach einfachem Mehrheitsprinzip gewählt. 
  9. Mitglieder können Vertretungsberechtigte bevollmächtigen, die sie in der Mitglieder- und Gründungsversammlung, sowie zur Beschlussfassung vertreten. 
  10. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen wurde, ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden, inklusive Vertretungsberechtigter, die anwesend sind. 
  11. Satzungsänderungen und Beschlüsse über die Vereinsauflösung bedürfen einer ¾-Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder. Hierbei kommt es auf die abgegebenen gültigen Stimmen an. Stimmenthaltungen gelten als ungültige Stimmen.
  12. Ein Nichtvereinsmitglied kann die Mitgliederversammlung moderieren und protokollieren. Über die Mitgliederversammlung, nebst derer Beschlüsse ist Protokoll zu führen. Der*die Protokollant*in ist von der Mitgliederversammlung zu bestimmen. Das Protokoll ist vom Protokollant*in und vom Vorstand zu unterzeichnen. Eine Abschrift ist an die Mitglieder zu übersenden. 
  13. Der Vorstand entscheidet über den Ort (real/virtuell) nach seinem Ermessen und teilt dies den Mitgliedern in der Einladung mit. Die Vorschrift des § 32 Abs. 2 BGB bleibt hiervon unberührt. Virtuelle Mitgliederversammlungen finden in einem nur für Mitglieder zugänglichen Chatroom statt. Mitglieder müssen sich hierbei mit ihren Daten sowie einem gesonderten Passwort anmelden. Das Passwort ist jeweils nur für eine virtuelle Mitgliederversammlung gültig. Mitglieder, die ihre E-Mail Adresse beim Verein registriert haben, erhalten das Passwort durch eine gesonderte E-Mail, die übrigen Mitglieder erhalten das Passwort per Brief. Ausreichend ist eine Versendung des Passworts zwei Tage vor der Mitgliederversammlung an die dem Verein zuletzt bekannt gegebene (E-Mail-)Adresse bzw. eine Woche vor Versammlung an die dem Verein zuletzt bekannte Postadresse. Die Mitglieder sind verpflichtet, das Passwort geheim zu halten. Eine Weitergabe an dritte Personen ist nicht zulässig. 
  14. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss einberufen werden, wenn dies das Interesse des Vereins erfordert oder wenn 20% der Mitglieder schriftlich vom Vorstand unter Angabe von Zweck und Grund einer alsbaldigen Mitgliederversammlung deren Einberufung verlangt.  

§ 9 Vorstand

Der vertretungsberechtigte Vorstand im Sinne des § 26 BGB besteht aus mindestens zwei Mitgliedern, dem Vorsitzenden und seinem/seiner Stellvertreter*in. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln vertretungsberechtigt.

  1. Über die Verteilung der Aufgaben unter den Vorstandsmitgliedern entscheidet der Vorstand. 
  2. Beschlüsse können auch im Rahmen von Video- oder Telefonkonferenzen oder im Umlaufverfahren gefasst werden. 
  3. Die Mitglieder des vertretungsberechtigten werden von der Mitgliederversammlung  mit einfacher Mehrheit für die Dauer von 2 Jahren gewählt. Eine Wiederwahl des Vorstandes ist zulässig. Vorstandsmitglieder bleiben in jedem Fall bis zur Neuwahl im Amt. 
  4. Sollte ein Mitglied des Vorstands vor dem Ablauf der Amtszeit ausscheiden, kann der Vorstand für den Zeitraum bis zur nächsten Mitgliederversammlung, jedoch nicht länger als bis zum Ende der verbleibenden Amtsperiode des ausgeschiedenen Mitglieds, ein anderes Mitglied an dessen Stelle in den Vorstand berufen, wenn dies zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit des Vereins erforderlich erscheint. 


§ 10 Aufgaben des Vorstands 

Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht einem anderen Organ durch Satzung zugewiesen sind. Zu seinen Aufgaben zählen insbesondere:

  1. Repräsentation des Vereins
  2. Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung und Vereinsveranstaltungen;
  3. Aufstellung der Tagesordnung;
  4. Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung;
  5. Vorbereitung eines etwaigen Haushaltsplans, Buchführung; Kassenprüfung; Erstellung des Jahresberichtes, Vorlage der Jahresplanung, Gewinn- Verlustrechnung;
  6. Beschlussfassung über Aufnahmeanträge und Ausschlüsse von Mitgliedern.
  7. Zum Vorstand können nur ordentliche Mitglieder des Vereins gewählt werden. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln und mit einfacher Mehrheit zu wählen. Die Grundsätze der offenen und gleichen Wahl sind anzuwenden. Es wird dabei eine Person gewählt, die zu den zuvor definierten Kriterien passt und das Vertrauen der Mitglieder hat.
  8. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse nach Konsentprinzip. Das Konsentprinzip ist die Übereinkunft darüber, dass das Prinzip von “kein schwerwiegender und begründeter Einwand” die Beschlussfassung regiert.
  9. Zu seiner Entlastung kann der Vorstand mit Zustimmung der Mitgliederversammlung einen Geschäftsführer anstellen.
  10. Der Vorstand kann zur Behandlung einzelner Aufgaben Ausschüsse einsetzen. Diese können auch mit Personen außerhalb des Vorstands sowie externen Fachkräften besetzt werden.
  11. Der Vorstand ist ermächtigt, solche Satzungsänderungen, die lediglich redaktioneller Art sind oder die von einer Aufsichts-, Finanz- oder Verwaltungsbehörde oder vom Vereinsregister gefordert werden, eigenständig vorzunehmen. Über diese Änderungen ist auf der nächsten Mitgliederversammlung zu berichten.
  12. Den Vorstandsmitgliedern kann für geleistete Tätigkeiten und aufgewandte Arbeitszeit im Dienste des Vereins eine angemessene Aufwandsentschädigung gezahlt werden. Auslagen, die den Vorstandsmitgliedern des Vereins im Rahmen ihrer Tätigkeit entstehen, können ihnen unter Beachtung der steuerlichen Vorschriften erstattet werden (§ 670 BGB). Einzelheiten zu Aufwandsentschädigungen und Auslagenersatz regelt eine von der Mitgliederversammlung nach Konsent zu beschließende Entschädigungsordnung. Der geschäftsführende Vorstand kann Angestellter des Vereins sein. Die Ausgestaltung des Anstellungsvertrags wird vom Vorstand ohne das betroffene geschäftsführende Vorstandsmitglied im Rahmen eines von der Mitgliederversammlung zu beschließenden Gesamtvergütungsrahmens vorgenommen.


§ 11 Vermögen 

Der Verein finanziert sich aus: 


  1. Mitglieds- und Förderbeiträgen
  2. Spenden und Erbschaften
  3. Öffentliche Fördergelder
  4. Sonstige Einkünfte

§ 12 Auflösung des Vereins


Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins zu gleichen Teilen an die Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV) und die gemeinnützige Organisation Fundacion Cuidemos Paraisos (CL), die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat. 

  1. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von ¾ der erschienenen Mitglieder aufgelöst werden.
  2. Falls die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind der Vorstandsvorsitzende und sein Stellvertreter gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren.


§ 13 Gründung des Vereins


Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Falls für die Eintragung in das Vereinsregister oder für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch die entsprechenden Behörden Änderungen oder Anpassungen der Satzung nötig werden sollten, so kann der Vorstand diese auch ohne Beschluss der Mitgliederversammlung vornehmen. Der Vorstand wird insoweit bereits jetzt zur Vornahme dieser Handlungen ermächtigt. 


§ 14 Inkrafttreten 

Diese Satzung wurde durch die Mitgliederversammlung vom 10.01.2022 beschlossen und gemäß der Ermächtigung im Gründungsprotokoll am 18.2.2022 durch den vertretungsberechtigten Vorstand angepasst. Sie tritt unverzüglich in Kraft. 


Bestätigung der Satzung am Tag der Satzungsänderung


Berlin, den 18.02.2022 durch den Vertretungsberechtigten Vorstand


1. Vorstand: Maria Kleimann


2. Stellvertreterin Vorstand: Barbara Lehnebach



Beitragsordnung

Beitragsordnung des Mawida e.V. 

§ 1 Grundsatz

Diese Beitragsordnung ist nicht Bestandteil der Satzung. Sie regelt die

Beitragsverpflichtungen der Mitglieder sowie die Gebühren und Umlagen. Sie kann nur von der Mitgliederversammlung des Vereins geändert werden.

§ 2 Beschlussfassung

  1. Die Mitgliederversammlung beschließt die Höhe des Beitrags, die Aufnahmegebühr und Umlagen. Diese gelten zeitlich unbegrenzt bis die Mitgliederversammlung einen neuen Beschluss fasst. Der Vorstand legt die Gebühren fest.
  2. Die festgesetzten Beiträge werden zum 1. Januar des folgenden Jahres erhoben, in dem der Beschluss gefasst wurde. Durch Beschluss der Mitgliederversammlung kann auch ein anderer Termin festgelegt werden.
  3. Neue Mitglieder erhalten diese Beitragsordnung als Bestandteil der Beitrittserklärung ausgehändigt; sie ist damit auch für diese verbindlich.

§ 3 Beiträge & Gebühren

  1. Die Beiträge werden jährlich im voraus erhoben. Die Beiträge für die einzelnen (Mitgliedschafts-) Klassen lauten wie folgt:
  • Aktives Mitglied: € 60,-
  • Fördermitglied (natürliche Person)
    • Basic: € 60,-
    • Supporter: € 120,-
    • Super Supporter: € 240,-
  • Fördermitglied (juristische Person)
    • nicht-gemeinnützig: € 120,-
    • gemeinnützig: € 60,-
  1. Für die Beitragshöhe ist der zu Beginn des Jahres bestehende Mitgliedsstatus maßgebend.
  2. Bei Aufnahme wird im ersten Jahr die Mitgliedsgebühr im Aufnahmemonat fällig. 
  3. Unternehmen und Organisationen, die als juristische Person Fördermitglied werden, können mehrere Fördermitgliedschaften abschließen, um die eventuell angebotenen Vergünstigungen und Privilegien für mehrere Mitarbeiter:innen in Anspruch zu nehmen. D.h. bei Abschluss einer Mitgliedschaft, kann ein:e Mitarbeiter:in die enthaltenen Vergünstigungen in Anspruch nehmen; bei Abschluss von zwei Mitgliedschaften, gilt die Vergünstigung für zwei Mitarbeiter:innen; bei drei Mitgliedschaften für drei Mitarbeiter:innen, usw.
  4. Die Beitrags- und Gebührenerhebung erfolgt durch elektronische Datenverarbeitung (EDV). Der Verein verarbeitet von seinen Mitgliedern folgende Daten: Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, vereinsbezogene Daten (Eintritt, Ämter) und Zahlungsdaten (Kontoverbindung, dem PayPal Account zugeordnete E-Mail-Adresse). Diese Daten werden ausschließlich für die Mitgliederverwaltung benötigt. Eine Übermittlung an Dritte erfolgt nur, wenn dies erforderlich ist. Näheres ergibt sich aus der Datenschutzordnung, die durch den Vorstand erlassen wird.
  5. Änderungen der persönlichen Angaben sind umgehend schriftlich mitzuteilen, insbesondere Änderungen der Kontaktdaten, der Kontoverbindung, des gewünschten Zahlungswegs und Anpassungen des Mitgliederstatus. Wenn dies unterbleibt, können dem Verein daraus keine Nachteile entstehen.
  6. Der Mitgliedsbeitrag wird per SEPA Lastschriftmandat oder PayPal Abonnement zum 15.01. eines jeden Jahres abgebucht.
  7. Bei erfolglosem Einzug des Mitgliedsbeitrags erfolgt die Mahnung des offenen Betrags. Es werden die dem Verein belasteten Bankgebühren sowie Mahngebühren i.H.v. € 5,- pro Mahnung erhoben.
  8. Wird der Mitgliedsbeitrag zzgl. Mahngebühren innerhalb des in der Mahnung genannten Zahlungszeitraumes nicht beglichen, erlischt die Mitgliedschaft nach § 4 Abs. 11 der Satzung.

§ 4 Vereinskonto

Mawida e.V. 
(folgt)

 

Überweisung auf andere Konten sind nicht zulässig und werden nicht als Zahlungen anerkannt.